COME BACK STRONGER!

27.01.2019, mit Fotogalerie

Mit diesem Leitspruch ist unser Snowboard Top Athlet Lukas Pachner in die Harte Zeit des Rehabilitationstrainings und der Physiotherapie gegangen. Nach seinem schweren Sturz beim Weltcup - Finale 2018 war längere Zeit nicht klar ob Lukas wieder Leistungssport machen kann. Nach einer optimal verlaufenen Operation war Geduld gefragt. Nicht gerade seine große Stärke! Die Tage des Heilens, die ersten Schritte, das erste Mobilisationstraining und das erste Mal am Ergometer waren die neuen Hindernisse auf seinem Weg zurück in den Snowboardcross.

Angetrieben durch seine Willenskraft und unterstützt durch sein Umfeld meisterte er jede Herausforderung die auf ihn wartete. 
 
Das selbst auferlegte Grundlagentraining beendete er mit seinem Vater bei einer Radtour von Großrußbach über Wien bis nach Triest. Über 500 km in 3 Tagen.
Im Juli gab es die ersten Ausritte mit dem Mountainbike und somit kehrten Action und Nervenkitzel in den Trainingsaltag zurück.   
Anfang August gab es mit dem Betreuerteam im Olympiazentrum Vorarlberg bei einem Startgate Training den ersten Schneekontakt! Wenn auch als dünne Rutschfläche auf einer Kunstmatte aber es war das erste Training mit dem Snowboard an den Füßen und es funktionierte! 
Beim Wakesurfen auf der Donau war schnell klar, die Beweglichkeit ist wieder da. Gleichgewicht und Balance passen. 
Ende September ging es dann zum ersten Mal wieder mit den ÖSV Teamkollegen zum  Training auf den Gletscher. Snowboarden hatte er nicht verlernt aber die Muskulatur rund um das Hüftgelenk musste mit der Sportartspezifischen Belastung erst zurecht kommen. Ab in die Kraftkammer und voll Gas! So ein hartes Training bringt allerdings nicht nur Kraft sondert kostet auch gewaltig Energie des wegen gab es Ende Oktober noch einen kurzen Trainingsurlaub. Die Afrikanische Sonne in Marokko und die positiven Emotionen beim Wellenreiten brachten den letzten Energieschub.  
 
Die Generalprobe ob er auch im Wettkampf wieder konkurrenzfähig war, meistert Lukas bei den Europacup Rennen Ende November im Pitztal optimal. Am 29. Nov. belegte er im Fotofinish gegen Jakob Dusek den 3.Platz bei den Österreichischen Meisterschaften.
 
Beim Interview setzte Lukas Pachner nach Platz drei ein breites Grinsen auf: "Ich habe es heute genossen, wieder um die Spitzenplätze mitfahren zu können. Die Rennen hier im Pitztal haben mir gezeigt, dass der Speed wieder da ist. Die jungen Fahrer in unserem Team machen extrem viel Druck, aber das spornt mich nur noch zusätzlich an".
 
Doch das war erst der Anfang! Mit einer starken Leistung sind Österreichs Snowboardcrosser in Ende Dezember in Cervinia (ITA) in die Weltcup-Saison gestartet! Der Kärntner Hanno Douschan musste im großen Finale nur dem Deutschen Martin Nörl sowie dem italienischen Lokalmatador Omar Visintin den Vortritt lassen und schaffte mit Platz drei den Sprung auf das Weltcup-Podest. Unmittelbar hinter Douschan landete Lukas Pachner auf dem starken vierten Rang! Die Leistung des Wieners ist nicht hoch genug einzuschätzen, hatte sich doch Pachner vor neun Monaten beim Weltcup-Finale der Vorsaison in Veysonnaz (SUI) bei einem Sturz schwere Hüftverletzungen zugezogen. 
 
Das Interview nach dem Rennen war voller Freude und Emotionen. Lukas, der unmittelbar nach dem Rennen nach Worten rang: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Nach so einer schweren Verletzung gleich im ersten Weltcup-Rennen mit einem vierten Platz zurückzukommen, ist einfach nur irre. Der Sommer war extrem hart für mich, aber ich bin für all die Mühen, die ich auf mich genommen habe, heute reichlich belohnt worden. Dieses Resultat ist wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für mich".  
Eine Nominierung für die WM war somit auch geschafft und das Come Back perfekt!